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- aktualisiert am 31.10.2016 -

Hornissen im Dach, im Rolladen
und in Dämmschichten ...


Text: Dr. Elmar Billig
Hornissen wollen nicht in Ihre Wohnung. Dort gibt es nämlich wirklich nichts, was die Hornissen gebrauchen könnten. Wenn sich die Tiere in eine menschliche Behausung verirren, dann ist es eine Art „Betriebsunfall“ bzw. ein Versehen. Schon nach wenigen Stunden müssen sie dort elend verdursten.


1.    Hornissen in einem mit Steinwolle, Glaswolle, Isoflock® oder Styropor® u. ä. gedämmten Dach erweitern gelegentlich den ihnen zur Verfügung stehenden Raum. Dabei knabbern sie die störenden Materialien ab und tragen sie aus dem Nestbereich. Dem Hausbesitzer fallen dann kleine Krümel oder Kügelchen auf der Fensterbank oder seiner Terrasse auf. Der dadurch entstehende Schaden hält sich aber in Grenzen. Zwar hat man jetzt eine kleine „Kältebrücke“, die aber zumindest in den ersten Jahren durch die guten Dämmeigenschaften des jetzt an dieser Stelle befindlichen Papiernestes im Prinzip ausgeglichen wird. Nach Angaben eines Dachdeckers und Energiefachmannes sind die zusätzlichen Heizkosten dadurch um vieles geringer, als der wirtschaftliche Aufwand, den man mit einer Reparatur dieser Stelle hat. Wird allerdings die sog. „Dampfsperre“ im Dach beschädigt, sollte man einen Fachmann hinzuziehen. Tiere aus Nestern, die sich unter den Schindeln eines normal gebauten Daches befinden, gelangen nur in Ausnahmefällen in den darunterliegenden Raum. Die immer wieder geäußerte Befürchtung, die Tiere würden die Dachkonstruktion schwächen, ist völlig absurd, da die Arbeiterinnen nur oberflächliches, verwittertes Holz in einer Schichtdicke bis zu drei Zehntelmillimetern abnagen. Das übersteht wirklich jedes Dach.


2.    Senkrechte Wandteile aus Holz, Hartfaser, Ytong®, Gipskarton oder ähnlichen Materialen sind im Normalfall „hornissendicht“. Die Tiere haben kein Interesse, diese recht stabilen Materialien durchzunagen, denn sie wollen nicht zu Ihnen in die Wohnung. Ganz anders sieht die Sache allerdings aus, wenn es hier bereits einen kleinen Spalt geben sollte und erst recht dann, wenn Licht durch diesen Spalt fällt. Dann kommen immer wieder mal einige Arbeiterinnen aus Neugier auf die Idee, den Spalt zu erweitern und gelangen dann in den dahinterliegenden Raum. Zur schnellen Hilfe eignen sich hier ganz besonders selbstklebende Aluminium-Bänder für Dachdecker (auf Rollen wie Klebeband - in den meisten Baumärkten erhältlich). Diese lassen sich sehr gut anbringen, bieten einen ausgezeichneten Schutz und sind lichtundurchlässig.


3.    Ausgesprochen große Schwierigkeiten können Nester über einer waagrechten Fläche aus Holz, Hartfaser, Gipskarton oder ähnlichen Materialen machen. In solchen Fällen hängen die Schwierigkeiten in erster Linie von der Größe des Nestes ab. Da im Nest gegessen und getrunken wird, fallen natürlich auch dementsprechend Fäkalien an. Und genau hier spielt die Nestgröße eine entscheidende Rolle. Bei kleinen Nestern reicht die normale Verdunstung aus, um den Fäkalienbrei nicht allzu flüssig werden zu lassen. Häufig bemerkt der Hausbewohner nicht einmal etwas von dem Nest. In die Nisthöhle eingedrungene Fliegen legen Ihre Eier hinein und verwandeln den Kot innerhalb kurzer Zeit in trockenen „Dreck“.

Sind die Nester aber größer, dann wird durch die normale Verdunstung nicht genug Wasser entzogen und Fäkalienbrei bleibt sehr flüssig. Dieser Brei kann Hartfaserplatten, Press-Span-Platten, nicht wasserfeste Gipskartonplatten und ähnliche saugende Materialien aufweichen. Wirkt er genügend lange darauf ein, kann es in seltenen Fällen sogar zu einem spontanen Bruch v. a. bei den Bodenplatten von modernen Rolladenkästen kommen. Diese Überraschungen kündigen sich aber so gut wie immer durch einen langsam größer werdenden, bräunlichen Fleck in mehr oder weniger konzentrischen Kreisen an. Hier sollte der Laie vielleicht besser nicht mit dem Schraubendreher auf Ursachensuche gehen.

Außerdem ist es bei sehr großen Nestern möglich, daß zum Herbst plötzlich eine wirklich übelriechende Flüssigkeit seitlich aus dem Rolladen läuft. Hier hilft - zumindest im Wohnbereich oder der Küche - nur noch die schnelle Umsetzung eines Nestes. Zum Glück verschwindet der Gestank aber, sobald die Fäkalienreste wieder eingetrocknet sind.

Gemessen an der Anzahl der in unmittelbarer Nähe zum Menschen gebauten Hornissennester ist die Zahl der in die Wohnung gelangenden Tiere unvorstellbar klein.


P.S.
Das häufig völlig falsch interpretierte „Nagen“ der Tiere ist in Wirklichkeit nur das Krabbeln der Tiere auf der Nesthülle. Dieser luftgefüllte Raum ist ein hervorragender Resonanzkörper und verstärkt so die Lautstärke. Das ist so ähnlich, als würden Sie mit Ihren Fingern auf einem dünnen Karton herumspielen. Das in den Nachtstunden stattfindende Abnagen der mehrschichtigen, inneren Nesthülle ist von außen nicht zu hören.


Eine ergänzende Information zu "Hornissen im Rolladen" erreichte uns via E-Mail -
Text und Fotos von Frau Julia Becker:

Liebe Forumsbetreiber,

letztes Jahr hatte ich Hornissen im Rollladenkasten meine Terrassentür. Dieses Jahr kam auch wieder eine und interessierte sich für einen Rolladenkasten zwei Fenster weiter. Leider war sie plötzlich nicht mehr da :(


Ich habe letztes Jahr sehr viel Hilfe und Infos hier aus dem Forum bekommen. Eine Stimme war auch kritisch und riet mir die Hornissen umsiedeln zu lassen, da sie viel Schäden im Rollladenkasten verursachen würden und ein unangenehmer Gestank entstehen würde.

Ich habe mich damals gegen diese Meinung entschieden und meine Hornissen gelassen wo sie waren. Nun haben wir den Rolladenkasten geöffnet und uns den Schaden angeschaut.

M.E. völlig zu vernachlässigen! Es stinkt auch nur, wenn man mit der Nase an das Holz nah herangeht.

Ich habe mal Fotos gemacht und werde diese anhängen. Vielleicht möchten Sie diese veröffentlichen, um Leuten die Angst vor "Zerstörungen" am Haus zu nehmen !?!

Leider bin ich dieses Jahr Hornissenlos - ich hoffe einfach auf die nächsten Jahre.

Liebe Grüße,

Julia Becker


Hier die Fotos von Frau Becker


 

 


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